Am heutigen Spieltag hieß es zum letzten Mal in dieser Saison Heimvorteil. Und dieser sollte auch genutzt werden. Immerhin in der Nähe der Abstiegsplätze, war es heute wichtig 3 Punkte mitzunehmen. Es besuchten uns der TSV 58 II sowie der RPB VII. Charlottenburg befand sich vor dem Spieltag auf Platz 10, also zwei Plätze unter unserem 8. Tabellenplatz (2 Punkte Differenz), während der RPB auf dem 2. Tabellenplatz stand.

Wohl genährt durch unser wieder einmal deliziös aufgetischtes Buffet, zum ersten Mal im Freien, starteten wir in das erste Spiel gegen TSV 58 II, die RPB im ersten Spiel 3-0 geschlagen haben. Das zeigte uns, dass diese Mannschaft nicht unterschätzt werden darf. Berits im ersten Satz zeigten die Charlottenburger von Trainer Bratsch uns, was sie können. Mit einem sehr deutlichen 8:25 ging der Satz weg. Ab dem folgenden Satz zogen wir an, konzentrierten uns, kamen besser ins Spiel, doch leider reichte es wieder einmal nicht und wir unterlagen mit 21:25. 2-0, ein Punkt vergeben, jedoch sind wir ja bereits Profis in 5-Satz-Spielen und sahen daher noch lange nicht alles als verloren an. Wir kämpften und wir siegten, 1-2. Jetzt hieß es dort weitermachen, wo wir aufgehört hatten, um den Tie Break zu provozieren. Der kommende Satz versprach Spannung pur, sowohl für die zahlreich erschienenen Zuschauer, als auch für die Mädels auf und an dem Feld. Wir waren aufgewacht und nun wollten wir auch etwas reißen. Jedoch waren wir da nicht die einzige Mannschaft. Auch Charlottenburg war anzumerken, dass sie jetzt endlich den Sack zu machen wollten. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss. Der Punktestand von 24:24 verwies darauf, dass beide Mannschaften auf einem ähnlichen Level spielten und nur die Mannschaft mit der besseren Konzentration erfolgreich sein wird.  Unsere Annahme verlief gut. Wir schafften es den Ball zu sichern und Jule pritschte den Ball sauber in die gegnerische Hälfte. Plötzlich ein Pfiff der Schiedsrichterin und der Verweis „Punkt für TSV, da Jule, die im Hinterfeld stand, den Ball im Sprung oberhalb der Netzkante gespielt haben soll“. Eindeutige Fehlentscheidung, das sagten auch Unparteiische am Rand. Jedoch, das Spiel war damit entschieden und wir mussten uns geschlagen geben. Eine Mischung aus Wut uns Trauer machte sich breit. Wir hatten unseren Kampfgeist gefunden. Wir wollten mindestens diesen einen Punkt und der wurde uns verwehrt. Am Ende sind wir zu spät aufgewacht und haben einen Moment zu spät genau diesen Kampfgeist aufleben lassen, sodass eine kleine Fehlentscheidung solche Folgen für uns haben konnte.

Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten, waren wir nun auf das Match gegen RPB VII und ein paar alte Gesichter gespannt. „Macht sie NACKIG!“ hieß es ein weiteres Mal. Und das nahmen wir uns zu Herzen. So einen Verlust, wie im Spiel davor, wollten wir nicht auf uns sitzen lassen. Am letzten Spieltag gegen Wedding hatten wir bereits bewiesen, dass wir auch gegen die Tabellenspitze mithalten können, wenn wir nur unseren Spaß nicht verlieren. Wenn wir bis zum Schluss kämpfen und die Stimmung zu Hause ausnutzen, die unsere Zuschauer und jeder einzelne Mitspieler, Trainer, Betreuer uns schenken, dann wird das unser Spiel! Von Beginn an dröhnte die Halle mit BVV-Gesängen. Ein sagenhaftes Gefühl, das sich nach jedem gespielten Satz zuspitzte. Diesen unglaublichen Rückhalt zu spüren, macht uns stark und genau das hat unser Spiel gezeigt. Die Pointe vorweg – wir haben gewonnen! 3-0 – durch bloßen Willen dieses Spiel nicht zu vergeben und durch eine atemberaubende Stimmung, wie ich sie noch nie in unserem Team erlebt habe. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Gäste – an Eltern, Geschwister, an Freunde, Trainer und an unsere Flüchtlingsmannschaft, die uns die ganze Saison über zu jedem Spiel begleitet hat. Ihr seid allesamt großartig! Zurück zum Spiel: Die Sätze gegen RPB VII waren relativ konstant immer wieder sehr knapp. Mal führten sie und mal wir mit 3 bis 5 Punkten Abstand. Unser Ass war unser Teamspirit, keine Spur davon beim RPB. Dies wussten wir zu nutzen. Während unsere Bälle vielleicht nicht alle technisch perfekt gespielt waren, so hatte doch JEDER von uns BOCK dieses Ding zu gewinnen und alles für die Mannschaft zu geben. Und so taten wir es. Im ersten Satz mit einem 25:20, im zweiten etwas spannender mit einem 26:24 und zum krönenden Abschluss, wieder einmal knapp, aber gewonnen durch 25:23.

Ein Jubelschrei, als würden wir den Aufstieg feiern. Aber genau das ist es doch, was uns auszeichnet. Wir freuen uns eben auch über unsere kleineren Erfolge und mit diesen unglaublich 3 wichtigen Punkten ist der Klassenerhalt nah und damit eine weitere Saison in einem Team, das auch weiterhin alle „nackig machen“ will!

Um unseren leider nicht anwesenden 1. Trainer Martin zu zitieren: „Ich bin stolz auf euch. Es ist schön zu hören, dass ihr euch für eure ganze Arbeit auch selbst belohnen könnt.“ Wir haben es bewiesen, wir können es!

Weiter so Mädels! – mit Spiel, Spaß, Spannung und ganz viel Liebe…

(geschrieben von Tini)

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