Am 11.11. (nach 11:11 Uhr) trafen sich die Jungs der dritten Herrenmannschaft (Gabi vergnügte sich indes entschuldigt andernorts), um in der Sredzkistraße das Doppelpack aus RPB I und II in Angriff zu nehmen. Ganz vorbildlich eingewärmt, mit den treusten Fans auf der Mannschaftsbank, ging es dann auch schon los gegen die zweiten Herren der Rotation.

Nachdem der erste Satz leider typisch begonnen hatte mit einem Vorsprung der Gegner, fingen wir im Angesicht eines scheinbar unaufholbaren Rückstands von 14:23 doch Feuer und erhöhten die Lautstärke mit einer guten Portion Kampfeswillen. Den Gegner noch zu einer Auszeit gezwungen, trugen wir diese Stimmung nach einem Endstand von 18:25 mit in den zweiten Satz.

Und siehe da! In unserem stärksten Satz des Spieltages sahen unsere Gegner kein Licht mehr, und brachten es mit zwei Auszeiten und drei individuellen Wechseln nur auf 15 Punkte, bis sie wieder auf die Gewinnerseite durften.

Das Ende dieses Satzes schon vorweggenommen, starteten wir mit einem Rückstand aus den ersten Punkten, den wir nicht wieder aufholen konnten trotz präventiver Auszeiten von Trainer Clemens bei 2:6 und 6:13. Erwähnenswert sind hier noch gute Analysen vom Spielfeldrand von Tom und Martin, die kontinuierlich und präzise gegnerische Schwachstellen aufzeigten.

Kaum wieder auf der Gewinnerseite, gelangen uns in den ersten Punkten spektakuläre Angriffe, die von einer stabilen Annahme und gut verteilten Pässen herrührten, und uns mit Stimmung bis in die Satzmitte trugen. Die Lautstärke dadurch geschmälert, dass wir zum Brüllen auf dem Feld einfach keine Puste mehr hatten, ließen wir etwas nach und ließen den Gegner wieder anschließen, vom 7:4 zum 15:15. Hier legte sich die Bank aber nochmal ins Zeug und riss uns mit, sodass wir den Satz knapp mit 26:24 für uns entscheiden konnten.

Mit nur einem vergangenen, temporären Spielerwechsel in den letzten vier Sätzen startete die „frische“ Sieben aus Christian, Keule, Lucas, Martin, Kasten, Moritz und Amon siegeswillig in den Tiebreak auf der Verliererseite. Zur Überraschung aller Anwesenden gelang uns jedoch, aus der Routine der letzten vier Sätze auszubrechen und RPB II durch unseren Vorsprung bei 7:3 zur ersten Auszeit zu zwingen. Diese zeigte Wirkung und wir fanden uns schlagartig bei einem Stand von 8:8 auf Geheiß von Clemens an der Mannschaftsbank wieder. In hart umkämpften Ballwechseln mit beiderseitigen hohen Höhen und tiefen Tiefen spielten wir dem Satzende zu, und gewannen im entstandenen Chaos durch einen unkontrollierten Leger, um dessen Ausführung sich Kasten und Martin im Block streiten mussten. Wer den Ball für sich gewinnen konnte, erfahren Sie nach Werbung vom Sieger Martin.

 

Nach einer unerwartet spannenden Spielpause, in der RPB II ihren ersten Herren einen Punkt streitig gemacht hatte, gingen wir in nahezu komplett ausgewechselter Aufstellung aufs Feld: Martin übernahm den Trainerposten, Clemens das Zuspiel, begleitet von Tom, Adrian, Yannic, Marco, Keule und Moritz. Gleichauf ging es bis zum 20:19, dann war es aus. Zwei Auszeiten, Gebrüll von der Mannschaftsbank, und spielerischer Wille halfen nichts, 25:19 der zerschmetternde Endstand.

Im zweiten Satz ging es dann ebenso ernüchternd weiter: Was im ersten Spiel in den guten Phasen noch hinterhergehechtet wurde, war jetzt nicht mehr zu sehen, die Stimmung wenig berauschend.

Erst in der zweiten Hälfte des dritten Satzes wollten wir es nochmal wissen, leider zum falschen Spielstand. Kurz vor Schluss brachten wir die Halle nochmal zum Beben, die gegnerischen Fans zum Zetern, und die Gegner zur Auszeit, nachdem wir 5 Punkte in Folge erzielt hatten. 25:18 das immernoch deutliche Ergebnis. Wobei die hauseigene Analyse behauptet, wir hätten das Spiel auf lange Sicht für uns entschieden, wo unsere Gegner schon auf dem letzten Loch gepfiffen haben, ohne die erfrischende Pause nach fünf Satzen aus dem vereinsinternen Derby. Unsere konditionellen Vorteile auszuspielen bedarf es aber wohl noch einiger Erfahrung, wobei die Kondition sich erfahrungsgemäß mit steigender Erfahrung rückläufig verhält. Was für ein Dilemma.

 

(Amon)

3 Kommentare
  1. Gabi
    Gabi sagte:

    Ach Amon, wie habe ich in den letzten Wochen deinen ganz eigenen Humor vermisst 🙂 Sehr gelungener Bericht! Wenn dann nur auch die Ergebnisse noch stimmen würden …

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