Es gibt doch nichts Schöneres, als den ersten Advent in der Sporthalle zu verbringen, statt gemütlich Kekse im Kerzenschein zu genießen. Was soll`s, los geht’s! Wir reisten (ja wirklich) mit 10 Spielerinnen, 2 Trainern und Pepe nach Lichterfelde. „Pünktlich“ wie immer, waren wir alle 9:45 Uhr vor Ort und fingen ausnahmsweise früh mit der Erwärmung an. Dann ging es auch schon los.

Das erste Spiel war gegen TSV Rudow II. Trotz der Demotivation in einigen Gesichtern (aufgrund der vielen verlorenen Spiele in letzter Zeit), starteten wir gut, bauten sogar eine Führung aus und lagen 7:2 vorne. Leider war dieser Höhenflug nur von kurzer Dauer und die Gegnerinnen nutzten unsere Leichtsinnigkeit aus, worauf wir den Satz 17:25 verloren haben.
Nachdem wir uns in der drei minütigen Pause ordentlich Gummibärchen und Kaubonbons reingeballert haben, ging es schon weiter. Mehr oder weniger sind wir ins Spiel eingestiegen. Der zweite Satz startete sehr schleppend und die Annahmen und Angriffe waren ziemlich bescheiden. Durch mehrere Eigenfehler kam der Gegner erneut rasch zum Sieg. Somit mussten wir uns im 2. Satz mit dem Punktestand von 20:25 geschlagen geben.
Im dritten Satz war die Laune im Keller. Die Mundwinkel reichten bis zum Hallenboden und die Stimmung nahm ab. Trotzdem probierten wir nochmal unser Bestes zu geben, das reichte leider nicht aus und wir haben den Satz 13:25 an den Gegner verschenkt.
Nun hatten wir eine Pause, in der wir Zeit hatten unsere Spielleistung zu reflektieren. Alle hatten keinen Bock mehr darauf, nur zu verlieren und wir waren uns einig, dass ein Sieg wieder drinnen sein muss. Wir beobachteten unseren nächsten Gegner, den VfK VI, genau. Nach mehreren Stärkungen ging es wieder ans Netz. Leider mussten uns zwei Spielerinnen schon frühzeitig verlassen, somit waren wir nur noch zu acht (ohja, ich bin ein Mathe-As).
Also ran an den Speck …
Mit neu gesammelter Energie, Motivation und einer komplett neuen Aufstellung (wir hatten zwei Zuspieler auf dem Feld, sodass wir immer drei Angreifer am Netz hatten) waren wir siegessicher, den grünen Spielberichtsbogen mit nach Hause zu nehmen. Mit unserem Top Motto „Nackig hey, nackig, nackig hey, hey“ ging es in den ersten Satz gegen VfK VI. Mit lautem Gesang und motivierten Gesichtsausdrücken starteten wir in den Satz! Und BAAM, es funktionierte und wir rockten den Satz mit tollen Aufgaben und super Stimmung, sowohl auf dem Spielfeld als auch auf der Bank. Somit kann ich endlich mit Freude schreiben, dass wir den Satz mit 25:10 für uns entschieden haben.
Also war allen klar, dieses Spiel ist unseres! Zack, ab in den zweiten Satz. Volle Konzentration und Motivation war vorhanden. Doch nun sind auch die Gegnerinnen aufgewacht und wollten gewinnen. Das merkten wir und wurden schwacher, doch wir kämpften bis zum Ende des letzten Punktes. Doch leider haben wir diesen Satz knapp mit 25:27 verloren.
Scheiß drauf! Weiter geht es, Buchse hoch und los! Um den Satz mal ein bisschen kurz zu halten … wir haben ihn mit 25:13 gewonnen.
Allen war bewusst, dass wir nur noch einen Satz brauchten, um 3 Punkte abzukassieren. Daher waren wir alle willig, diesen Satz zu schnappen. Leider war dieser Satz ein bisschen wackeliger als die Vorherigen. Die Aufregung war groß und daher wurden wir ein bisschen hibbelig und konzentrierten uns nicht mehr. Die Folge war die Satzabgabe an die Gegnerinnen mit 22:25. Schade um die drei Punkte, welche wir hätten gut gebrauchen können. Aber wer uns kennt weiß, dass wir die absoluten Profis im Tie-Break-Gewinnen sind und diese für uns auch mittlerweile zum Standard geworden sind.
Der letzte Satz begann und wir kamen gut rein. Doch wir fingen an, schnell unsauber zu spielen und pritschten einige Bälle direkt auf die Gegnerinnen. Die Annahme war solide, aber die Stimmung war super. Mittlerweile stand es 8:13 für den Gegner und die Aufregung und die Angst, vor dem erneuten Verlieren, waren in unseren Augen deutlich. Trotzdem wollten wir alle gewinnen und kniffen unsere Arschbacken zusammen. Wir holten unsere letzten Reserven raus und drehten den Satz. Damit war es vollbracht. Das Spiel haben wir mit 15:13 gewonnen! Die Mundwinkel, welche zuerst auf dem Hallenboden hingen, reichten nun bis zu der Hallendecke. So ein unglaublich gutes Gefühl war das für uns alle, welches wir sehr gebraucht haben.
Einfach Spitze!

  • Laura
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