Dritter Satz es steht 4:14 gegen uns und nachdem wir die ersten beiden Sätze toll gespielt aber am Ende irgendwie verloren, haben droht uns jetzt eine glatte Niederlage. Wie kann das sein. Das Duell mit den jungen Spielerinnen aus Zepernick ist ein durchaus ansehliches, spannendes Spiel mit schönen Ballwechseln, starken Abwehraktionen und erfolgreichen Angriffen auf beiden Seiten. Und jetzt das – anstatt einfach weiter zu kämpfen gelingt für einige Punkte wenig bis gar nichts mehr.

Vielleicht haben sich einige von uns auf dem Feld in diesem Momente an bereits aussichtslose Spiele erinnert, die wir doch noch gedreht haben, die Anfeuererungsrufe unser Mädels von draußen wahrgenommen oder einfach nochmal allen Mut zusammengenommen. Verlieren wollte hier keiner. Nach dieser eigentlich guten Leistung in den ersten Sätzen, und dem engagierten und professionellen Coaching von Aushilfstrainer Peter von den Preussen und mentaler Unterstützung von Ninja wollten wir uns einfach nicht geschlagen geben. Und dann passierte das, womit nicht mal unsere drei tapferen, mitgereisten Fans gerechnet hatten.

Und jetzt zitieren wir Peter „Deswegen spielen wir doch Frauenvolleyball – weil man da auch bei großen Rückständen noch aufholen und gewinnen kann.“ Und tatsächlich, auf einmal wird nach jedem Ball gekämpft. Schwere, scheinbar unerreichbare Bälle werden herausgekratzt, Asse geschlagen, geblockt und gepunktet was das Zeug hält. Solange bis wir tatsächlich 15:14 führen. Gepusht von dieser Aufholjagd gewinnen wir diesen Satz noch mit 25:21 und können in die Verlängerung gehen.

Spulen wir aber noch einmal zurück. Wir machen uns mit Peter als Coach und Mentalcoach Ninja, weil Jörg zu höheren Aufgaben bei der Volleyball Bundesliga berufen war, auf den Weg nach Zepernick. Aus der letzten Saison waren wir vorgewarnt. Die Mädels aus Zepernick können alle Volleyball spielen und wir erwarteten viel Gegenwehr. Gut aufgewärmt und eingeschworen von unserem Trainergespann gingen wir mit Jenni, Laura, Astrid, Becki, Lotti, Ines und Franzi als Libera aufs Feld. Jule, Sarah und Alica unterstützen uns von der Auswechselbank.

Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Wenn es uns gelang die Gegnerinnen mit unserem Aufschlag zu bewegen und unter Druck zu setzen, waren wir im Spielaufbau und Angriff überlegen und erarbeiteten uns eine sehr gute Führung zum 22:18. Leider gelingt es uns trotz Satzball nicht den ersten Satz zu gewinnen und verlieren 24:26. Die erste Euphorie, da alles gut gelang, wurde dadurch sehr gedämpft. Aber auch im zweiten Satz sollte viel gelingen. Am Ende waren zwei Angriffe knapp im Aus und wir kassieren eine bittere Aufschlagserie zum 20:25. Und dann kam der spannende nervenaufreibende, dritte Satz den wir ja noch zu unseren Gunsten drehen konnten. Peter wechselte in diesem Satz bei 6:2 Rückstand Sarah für Astrid auf der Außenannahme ein und auch Alica durfte in der Satzmitte beweisen, dass sie der Mannschaft helfen kann. Die Mannschaft kämpfte zusammen und als Mannschaft haben wir den Satz gewonnen.

Im vierten Satz sollte uns dann einfach alles gelingen und unsere Gegnerinnen wurden einfach von unserer Energie und Siegeswillen überrollt. Sarah durfte von Anfang an als Außenangreiferin mit einer stabilen Annahme aufs Feld und wirbelte in der Abwehr in alle Richtungen. Und auch Jule, die bisher nur in der Abwehr temporär eingesetzt wurde, konnte sich und ihr Können zeigen. Dieser Satz ging somit auch an uns, und das mit 10 Punkten Vorsprung. Somit war ein Tabellenpunkt gesichert.

Nach bereits zwei gespielten Stunden gingen wir mit unveränderter Aufstellung in den entscheidenden fünften Satz. Anstatt diesen „einfach“ weiterzuspielen, unterliefen uns nun aber Fehler in der Annahme und im Angriff und wir liegen 0:4 und 3:8 zurück. Nach dem Seitenwechsel kämpfen wir uns noch einmal gut ran. Aber auch dem bis dahin tadellos pfeifenden Schiedsrichter unterlaufen einige Fehler und Missverständnisse mit dem zweiten Schiedsrichter, was leider etwas Verzögerungen und unnötige Unruhe ins Spiel bringt. So verlieren wir letztendlich diesen Satz 10:15.

Am Ende kann man sagen, wir hätten den ersten Satz gewinnen müssen. Man kann aber auch sagen, was für eine Mannschafts- und kämpferische Leistung. Wir fahren mit einem gewonnen und nicht zwei verlorenen Punkten nach Hause und liegen Punktgleich in der Tabellen mit dem zweiten Platz. Alle Mädels machen ausnahmslos ein sehr gutes Spiel und am Ende haben Nuancen in diesem gleichwertigen Duell entschieden. Unsere Kapitänin Jenni wird MVP.

Am Sonntag steht bereits das nächste Heimspiel an, zu welchen Ihr herzlich eingeladen seid uns gegen den BBSC 3 um 15 Uhr kräftig anzufeuern.

 

Verfasst von Damen I, gepostet von Sarah Binte

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