Am Samstag, 16. November, ging es für die zweiten Damen in den Süden Berlins. Gut gelaunt fanden wir uns in der Heimhalle des VfK Berlin-Südwest ein, um die nächsten Punkte einzusammeln.

In der ersten Partie des Tages trafen wir auf RPB V. Wir starteten mit einer soliden Leistung, ärgerten den Gegner mit variablen Angriffen und einem starken Blockspiel. Nach und nach schlichen sich jedoch immer mehr Fehler in unser Spiel. Aufschläge wurden ins Netz geschlagen oder flogen weit hinter der Grundlinie des gegnerischen Feldes ins Aus. Hinzu kam eine schwächelnde Annahme, die es unserer Zuspielerin Jenny erschwerte, unsere Angreifer gekonnt in Szene zu setzen. So vergaben wir den ersten Satz knapp mit zwei Punkten 25:23 an RPB V.

Der zweite Satz verlief ähnlich. Obwohl wir zeitweise mit acht Punkten führten, kosteten uns die vielen Eigenfehler auch diesen Satz (24:26). Wieder einmal hieß es für uns: Dann gehen wir eben über fünf Sätze! Kannten wir schon von letzter Saison. Können wir auch 2019/2020 noch gut.

Kämpferisch gingen wir in den nachfolgenden Satz. Wir waren bereit, alles zu geben, um das Spiel noch einmal zu drehen. Und das sollte uns auch gelingen. Die Einwechslung von Ilka auf Außen/Annahme sorgte für die nötige Stabilität in unserer Annahme, unsere eigenen Fehler wurden immer weniger und Diagonalangreiferin Meike – Hauptangreiferin des Tages – platzierte einen Angriff nach dem anderen auf dem Boden des gegnerischen Feldes. So gingen der dritte und vierte Satz verdient an uns mit 25:18 und 25:18.

Mit dieser Leistung im Rücken starteten wir entsprechend motiviert in den fünften Satz, der von Beginn an unsere ganze Konzentration forderte. Die RPB-Damen schienen sich wieder gefangen zu haben – in der Abwehr kratzen sie einen Ball nach dem anderen und konterten mit einem starken Stellungsspiel und cleveren Gegenangriffen. Trotz einer geringen Fehlerquote fehlte uns leider die nötige Variabilität im Angriff. Letztendlich bewies der RPB den längeren Atem und konnte die erste Partie des Tages erfolgreich nach Hause fahren.

Trotz der 2:3-Niederlage gegen RPB spielten wir befreit gegen die Heimmannschaft auf. Schnell wurde deutlich, dass sich hier zwei Mannschaften auf dem Feld gegenüberstanden, die sich keinen einzigen Punkt schenken würden. Zwei Meter Schuss, Aufsteiger Kopf oder der Pike – die Damen vom VfK trumpften mit ausgeklügelten Angriffskombinationen auf. Wir stellten uns jedoch schnell darauf ein und konterten mit einem starken Blockspiel. Leider reichte es nicht, um am gegnerischen Team vorbei zu ziehen. Stattdessen liefen wir kontinuierlich einem Vier-Punkte-Rückstand hinterher, der uns nach dreißig schweißtreibenden Minuten den ersten Satz kostete.

Doch das hinderte uns nicht daran, voll motiviert in den nachfolgenden Satz zu starten.  Unser Kampfgeist war geweckt. Denn wir alle wollten beweisen, dass die Tabellenplatzierung nicht immer aussagt, welche Mannschaft die bessere auf dem Feld ist. Und das sollte uns auch gelingen. Zuspielerin Maxi verteilte mit ihrem lockeren Händchen die Pässe eines ums andere Mal gekonnt auf die drei Angriffspositionen, die Mittelblockerinnen machten ihrem Namen alle Ehre und die Abwehr flog nach allen Bällen, die es doch einmal über den Block schafften. Die Atmosphäre war geprägt von Hoffnung und großem Selbstvertrauen, dieses Mal den längeren Atem zu besitzen und drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Sowohl innerhalb als außerhalb des Feldes lief BVV zu Höchstformen auf, zeigte sich kämpferisch und überlegen.

Sichtlich eingeschüchtert, vermochte der VfK nicht mehr an seine gute Leistung aus dem ersten Satz anzuknüpfen. Auch sonst schien es der Heimmannschaft immer schwerer zu fallen, adäquat auf unser Volleyballspiel zu antworten. So setzten wir uns nach einer knappen Stunde im zweiten, dritten und auch vierten Satz gegen die Gegner aus dem Süden Berlins durch und gewinnen 3:1 nach Sätzen gegen die ersten Damen des VfK.

Erschöpft, aber glücklich traten wir nach über acht Stunden und mit vier Punkten im Gepäck beschwingt die Heimreise an. Mit Pizza, Pasta & Sekt ließen wir einen erfolgreichen Spieltag und den Geburtstag unserer Mittelblockerin Jana ausklingen.

Allerdings währte die Freude nur kurz. Trotz der starken Teamleistung am Wochenende hat sich unser Trainer Christian entschieden, dass er die Saison nicht weiter mit uns bestreiten möchte. Wir bedanken uns trotzdem für die schöne Zeit und wünschen ihm nur das Beste auf seinem sportlichen Werdegang.

Wir freuen uns dennoch auf die nächsten Spieltage und bedanken uns bereits jetzt für die Unterstützung von Jenni Sotola, die nicht gezögert hat, einmal mehr als Coach und Trainerin einzuspringen.

Gespielt haben: Anja, Anne, Emilia, Ilka, Jana, Jenny, Maxi, Meike, Mona, Reni und Tessa.

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